Spenderhygiene
Wir oft müssen Spender gereinigt werden?
Produkt-News
05.10.2026
Spender für Händedesinfektionsmittel, Waschlotionen und Pflegepräparate können selbst zum Übertragungsweg für Keime werden. Ursache hierfür sind unter anderem Staubansammlungen, angetrocknete Produktrückstände und Kontaminationen an den Gehäuseoberflächen. Empfohlen wird daher bei Händedesinfektionsspendern eine tägliche Wischdesinfektion des Bedienhebels und zusätzlich, etwa zweimal pro Jahr, eine vollständige Aufbereitung innen und außen.
Warum ausgerechnet der Spender
Jede Person, die den Spender nutzt, berührt den Bedienhebel. In vielen Fällen sind das gerade die Hände, die noch nicht desinfiziert sind. An dieser Stelle sammelt sich also genau das, was der Spender eigentlich beseitigen soll.
Hinzu kommen Verunreinigungen im Inneren des Spenders. Am Pumpensteigrohr können Produktrückstände haften bleiben und eintrocknen. Beim Wechsel der Flasche können Keime von außen auf Bauteile gelangen, die in direktem Kontakt mit dem Produkt stehen. Besonders kritisch ist dies bei Waschlotionen und Pflegepräparaten, da sie im Gegensatz zu alkoholischen Desinfektionsmitteln über keinen Eigenschutz gegenüber Verkeimung verfügen.
Was täglich zu beachten ist
Für den Bedienhebel empfiehlt sich eine tägliche Wischdesinfektion durch den Reinigungsdienst. Sichtbare Verunreinigungen am äußeren Gehäuse werden im selben Arbeitsgang per Wischdesinfektion beseitigt.
Dieser erforderlichen Maßnahmen müssen im Reinigungs - und Desinfektionsplan festgehalten werden.
Wie oft eine vollständige Aufbereitung nötig ist
Für Händedesinfektionsspender lautet die Empfehlung, sie zweimal pro Jahr innen und außen hygienisch aufzubereiten. Spender mit Handwasch- und Pflegepräparaten benötigen dies häufiger, weil beim Flaschenwechsel ein höheres Verkeimungsrisiko besteht. Empfehlenswert ist hier eine Aufbereitung bei jedem Wechsel.
Idealerweise erfolgt die Aufbereitung maschinell. Voraussetzung ist, dass das Material der Innen- und Außenteile eine thermische Aufbereitung mit einem A0-Wert von mindestens 60 verträgt, was etwa 80 Grad über eine Minute entspricht. Ist das nicht möglich,, muss die Aufbereitung manuell durchgeführt werden. Informationen dazu finden sich in den Herstellerangaben des jeweiligen Spenders.
Ablauf der manuellen Aufbereitung
Die leere Flasche wird aus dem Spender entnommen. Produktrückstände am Pumpensteigrohr werden mit einem sauberen Einmaltuch entfernt. Anschließend wird die Pumpe abgenommen und mit einer Bürste unter heißem fließendem Wasser gereinigt. Das Steigrohr wird von unten nach oben gründlich durchgespült und danach mit einem sauberen Einmaltuch getrocknet.
Anschließend wird das Spendergehäuse unter heißem fließendem Wasser mit einer Bürste gereinigt. Dabei sind Nischen und Vertiefungen besonders sorgfältig zu bearbeiten. Nach der Reinigung wird das Gehäuse getrocknet. Die Rückwand wird mit einem feuchten Einmaltuch abgewischt.
Abschließend erfolgt die Wischdesinfektion aller äußeren Spenderteile, beispielsweise mit Desinfektionstüchern. Dabei ist die vorgegebene Einwirkzeit zu beachten. Danach wird der Spender wieder zusammengesetzt und ein möglichst rein alkoholhaltiges Desinfektionsmittel bis zu zwanzigmal durch das Pumpsystem gefördert. Die ausgebrachte Flüssigkeit wird in einem Messbecher aufgefangen und anschließend entsorgt.
Das im Pumpsystem verbleibende Desinfektionsmittel muss gemäß den Herstellerangaben einwirken. Danach wird die neue Produktflasche eingesetzt. Auch deren Inhalt ist durch mehrfaches Betätigen der Pumpe, bis zu zwanzigmal, durch das System zu fördern. Die ausgegebene Flüssigkeit wird wiederum aufgefangen und entsorgt. Anschließend ist der Spender einsatzbereit.
Wenn sich ein Spender schlecht aufbereiten lässt
Nicht bei jedem Modell ist die zuvor beschriebene Aufbereitung möglich. Alternativ sind Einmalpumpen die bessere Lösung. Sie werden zusammen mit der leeren Flasche entsorgt, wodurch der kritischste Teil bei jedem Wechsel erneuert ist.
Auch die Dokumentation ist zu berücksichtigen. Das Anbruch- oder Ablaufdatum wird auf der im Spender eingesetzten Desinfektionsmittelflasche oder separat festgehalten. Bei Handwaschlotionen ist wird dies ebenfalls empfohlen, st aber nicht verpflichtend.
Wir schauen mit Ihnen auf Ihre Spender
Ob passende Präparate, gut aufzubereitende Spendersysteme oder Einmalpumpen: Wir beraten Sie zu einer Lösung, die zu Ihren Standorten und Ihrem Reinigungsplan passt. Sprechen Sie uns an.
Häufige Fragen zur Spenderhygiene
Wie oft müssen Desinfektionsmittelspender aufbereitet werden?
Empfohlen wird eine vollständige Aufbereitung innen und außen zweimal pro Jahr. Spender mit Waschlotionen oder Pflegepräparaten sollten häufiger aufbereitet werden, sinnvollerweise bei jedem Flaschenwechsel.
Warum sind Seifenspender kritischer als Desinfektionsspender?
Waschlotionen und Pflegepräparate enthalten keinen Alkohol und damit keinen eigenen Schutz vor Verkeimung. Beim Flaschenwechsel ist das Risiko einer Kontamination entsprechend höher.
Was muss täglich an einem Spender gereinigt werden?
Der Bedienhebel wird täglich wischdesinfiziert. Sichtbare Verunreinigungen am Gehäuse werden im selben Arbeitsgang entfernt.
Kann ich Spender in der Maschine aufbereiten?
Ja, sofern das Material eine thermische Aufbereitung mit einem A0-Wert von mindestens 60 verträgt, also etwa 80 Grad über eine Minute. Die Herstellerangaben zum Spender geben darüber Auskunft.
Was tun, wenn ein Spender sich schlecht reinigen lässt?
Dann sind Einmalpumpen sinnvoll. Sie werden mit der leeren Flasche entsorgt, sodass bei jedem Wechsel ein neues Pumpensystem zum Einsatz kommt.
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