Was Sie über Kontinenz und Inkontinenz wissen sollten

Warum ist das Thema so wichtig?

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13.01.2026

Inkontinenz betrifft rund 10 Millionen Menschen in Deutschland. Dennoch wird das Thema häufig tabuisiert – mit gravierenden Folgen für Betroffene und die Pflegepraxis. Für Pflegekräfte, Angehörige und Einrichtungen ist es entscheidend, die Grundlagen zu kennen, um Lebensqualität zu sichern und die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten. 

 

Was bedeutet Kontinenz und Inkontinenz? 

  • Kontinenz ist die Fähigkeit, Blase und Darm willkürlich und situationsgerecht zu entleeren. Dazu gehört auch, Bedürfnisse zu kommunizieren, um Unterstützung zu erhalten.
  • Inkontinenz bezeichnet den unwillkürlichen Verlust von Urin oder Stuhl.
    Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft definiert Harninkontinenz als jeglichen unkontrollierten Urinverlust, Stuhlinkontinenz als wiederkehrenden unkontrollierten Stuhlgang über mindestens drei Monate. 

 

Wer ist betroffen? 

Etwa 10 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Inkontinenz. Und die Dunkelziffern liegen deutlich darüber Mit dem demografischen Wandel steigt die Zahl weiter an. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Pflegebedürftige und Personen mit bestimmten Erkrankungen. 

 

Risikofaktoren für Inkontinenz

  • Alter und Pflegebedürftigkeit
  • Kognitive Einschränkungen
  • Operationen und neurologische Erkrankungen
  • Medikamente wie Diuretika, Psychopharmaka oder Schmerzmittel
  • Umgebungsfaktoren (schlecht zugängliche Toiletten, ungeeignete Kleidung)
  • Psychosoziale Aspekte: Scham, Isolation und Angst sind häufige Begleiter. 


 

Warnsignale erkennen 

  • Yellow Flags: Inkontinenz ausgelöst durch Delir, Infektionen oder Medikamente → engmaschige Beobachtung und Information an den Arzt.
  • Red Flags: Blut im Urin, Schmerzen, Überlauf-Symptomatik → sofortige ärztliche Behandlung erforderlich. 


 

Folgen für Betroffene 

Neben körperlichen Einschränkungen sind die psychischen und sozialen Folgen gravierend: Scham, Angst, Isolation und ein Verlust an Selbstständigkeit prägen den Alltag vieler Betroffener. 

 

Wie kann Kontinenz gefördert werden? 

Der Expertenstandard empfiehlt: 

  • Assessment: Erste und differenzierte Einschätzung der Situation.
  • Pflegerische Maßnahmen:
    • Flüssigkeitszufuhr regulieren
    • Ballaststoffreiche Ernährung
    • Blasen- und Toilettentraining
    • Bewegungsförderung und Physiotherapie
  • Hilfsmittel: Toilettenhilfen, Inkontinenzprodukte wie Vorlagen, Pants oder Bettschutzunterlagen.
  • Produktwissen: Richtige Auswahl und Anwendung sind entscheidend, um Leckagen und Hautprobleme zu vermeiden.


 

Unser Ziel bei KLEIN 

Als Partner für Hygiene und Pflegeprodukte unterstützen wir Einrichtungen und Pflegekräfte mit einem breiten Sortiment an Inkontinenzprodukten und praxisnahen Schulungen. Unser Anspruch: Lebensqualität sichern und Pflege erleichtern. 

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